Л. Зайонц - На меже меж Голосом и Эхом. Сборник статей в честь Татьяны Владимировны Цивьян

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    На меже меж Голосом и Эхом. Сборник статей в честь Татьяны Владимировны Цивьян
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Л. Зайонц - На меже меж Голосом и Эхом. Сборник статей в честь Татьяны Владимировны Цивьян краткое содержание

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В сборник вошли работы известных российских и зарубежных ученых-гуманитариев – коллег, друзей, учеников и единомышленников Татьяны Владимировны Цивьян. Татьяна Владимировна – филолог с мировым именем, чьи труды в области славяноведения, балканистики, семиотики культуры, поэзии и прозы Серебряного века стали классикой современной науки. Издание задумано как отражение ее уникального таланта видеть возможности новых преломлений традиционных дисциплин, создавать вокруг себя многомерное научное пространство. Каждая из представленных в сборнике статей – своеобразная «визитная карточка» ученого, собранные вместе – спектр проблем, стянутых в «фокус» интересов Татьяны Владимировны Цивьян.

Книга рассчитана на широкий круг специалистов в области литературоведения, истории и теории культуры, искусствоведения, этнологии.

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175

Не всегда удается установить, в какое время писались труды Флоренского; здесь указывается предполагаемая окончательная дата.

176

Этот интерес восходит к глубокому впечатлению, которое произвел на молодого Флоренского кутаисский храм Баграта с его поразительными капителями, открывшими ему смысл соотношения между архитектурной изобразительностью и философской мыслью, о чем свидетельствуют трактат «Философия культа» и «Напластования эгейской культуры» [см. брошюру «Первые шаги в философии» (1917), куда вошли «Лекция и Lectio» (1910), «Пращуры любомудрия» (1910) и «Напластования эгейской культуры» (1913)].

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Речь идет о внуке, с которым не был знаком.

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Konzentriert man die textkritische Lektüre auf die “eigentliche” Berliner Kindheit , so ergibt sich für den Zeitraum 1931—1938 eine Variantenreihe verschiedener Fassungen, beginnend mit der Berliner Chronik aus dem Jahr 1932 über die Vorabdrucke in der Frankfurter Zeitung in den Jahren 1932/1933 und die so genannte Gießener Fassung von 1934 bis hin zu der in der Pariser Bibliothèque Nationale aufbewahrten Fassung von 1938 als textgenetischem Fluchtpunkt (vgl. etwa Schöttker 2000, Schütz 1993, 2004 oder Witte o.J., von dem das Wort von der “fortschreitende[n] Auszehrung des Faktischen” [Witte o.J.: 1] stammt). Die Beobachtung, dass Benjamin zuletzt von Faktischem weitgehend absieht, lässt jedoch keineswegs den Schluss zu, dass die Welt der Berliner Kindheit nicht durch Dinge und an diese geknüpfte Ereignisse konstituiert sei. Geradezu umgekehrt erscheint im Gegenzug zur Auszehrung von Daten, Namen und “Physiognomien” die kindliche Welt der Dinge zusehends verdichtet. – Benjamin hat die Berliner Kindheit im Herbst 1935 in einem Brief an Gershom Scholem zu seinen “zerschlagenen Büchern” gezählt [zitiert nach den Anmerkungen zur Berliner Kindheit , GS , IV.2, 968]. “Zerschlagen” schien ihm das Projekt, nachdem eine Publikation in Deutschland und in Österreich gescheitert war. Unterdessen unterwarf er die Berliner Kindheit immer neuen Kürzungen, Streichungen und Umgruppierungen, so dass am Ende die dichtesten Miniaturen der Fassung letzter Hand stehen. Die erste Buchpublikation kam erst postum, mit der von Theodor W. Adorno eingerichteten so genannten Adorno-Rexroth-Fassung (1950) zu Stande. – Die Gesammelten Schriften enthalten die Einbahnstraße [ GS , VI.1, 83–148, darin die “Vergrößerungen”, GS , VI.1, 113—116], die Rundfunkgeschichten für Kinder [ GS , VII.1, 68–249], die Berliner Chronik [ GS , VI, 465—519] und zwei Fassungen der Berliner Kindheit . Bei der Adorno-Rexroth-Fassung [ GS , IV.1, 235—304] handelt es sich um eine rekonstruierte Fassung, während die Pariser Fassung letzter Hand eine von Benjamin selber festgelegte Reihenfolge der einzelnen Kapitel bietet [ Berliner Kindheit ( Fassung letzter Hand ), GS , VII.1, 385—433]. Mit der 2000 herausgegebenen frühen Gießener Fassung [Benjamin 2000] liegt nunmehr eine weitere Fassung vor, die von Benjamin autorisiert wurde. Im Folgenden zitiere ich die Berliner Kindheit nach der Pariser Fassung letzter Hand unter Angabe der Kapitelüberschriften. – Zur Editionsgeschichte der Berliner Kindheit vgl. die Anmerkungen zur Berliner Chronik , GS , VI, 797—807, die Anmerkungen zur Berliner Kindheit , GS , IV.2, 964—986 sowie die Anmerkungen zur Berliner Kindheit ( Fassung letzter Hand ), GS , VII.2, 691—723.

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Es ist nicht nur das Thema Kindheit, welches die Moskau– und Berlin-Texte miteinander verbindet. Es sind auch die Städte selbst, die für Benjamin eine gewisse Einheit bilden, eine Einheit von Gegensätzen: das proletarische Moskau vs. das bürgerliche Berlin. Das Moskauer Gemeinschaftsleben, in dem Existieren keine Privatangelegenheit, sondern Kollektivsache zu sein scheint, kontrastiert mit jener Vereinzelung, die Benjamin aus Berlin vertraut ist und die ihm vor dem Hintergrund seiner Moskau-Erfahrung besonders ins Auge fällt. Berlin ist in der Wahrnehmung des heimkehrenden Benjamin, in der Wahrnehmung dessen, “der aus Moskau kommt, eine tote Stadt. Die Menschen auf der Straße erscheinen einem ganz trostlos vereinsamt, jeder hat es sehr weit zum anderen und ist inmitten eines großen Stücks Straße vereinsamt” [ Moskauer Tagebuch , GS , VI, 399].

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Will man den Lebenslauf des zeitlebens unbehausten Benjamin verfolgen, so empfiehlt sich für ein solch biographisches Interesse der bebilderte Ausstellungsband Walter Benjamin 1892—1940 1990 .

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Dieses und die folgenden Beispiele sollen das Öffnen von Türen, Übertreten von Schwellen und Betreten von Räumen veranschaulichen. Ich beschränke mich dabei auf Belege aus der dichtesten Pariser Fassung letzter Hand, an die sich weitere Belege aus den früheren Fassungen der Berliner Kindheit anschließen ließen. Vgl. etwa die Textstücke “Die Speisekammer” und “Schränke” aus der Adorno-Rexroth-Fassung [ GS , IV.1, 250, 283—287]. – Von der “Poetik der Räume” in der Berliner Kindheit handelt das gleichnamige Unterkapitel in Schneider [Schneider 1986, 134—142]. Brüggemann rekonstruiert “Räume und Augenblicke” der Berliner Kindheit in ihrem kultur– und insbesondere in ihrem architekturgeschichtlichen Kontext [Brüggemann 1989].

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“Hinter der Schwelle dieser Wohnung war ich geborgner als selbst in der elterlichen.” [Blumeshof 12, Berliner Kindheit , GS , VII.1, 412]

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“Das hat es mit sich gebracht, daß die biographischen Züge, die eher in der Kontinuität als in der Tiefe der Erfahrung sich abzeichnen, in diesen Versuchen ganz zurücktreten.” [Vorwort, Berliner Kindheit , GS , VII.1, 385] – Bereits in der Berliner Chronik möchte Benjamin seine frühesten Erinnerungen nicht als eine literarische Autobiographie im engeren Sinne verstanden wissen, denn diese “hat es mit der Zeit, dem Ablauf und mit dem zu tun, was den stetigen Fluß des Lebens ausmacht. Hier aber ist von einem Raum, von Augenblicken und vom Unstetigen die Rede.” [ Berliner Chronik , GS , VI, 488]

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Bei Benjamin selbst findet sich eine Formulierung, die von einer gleichzeitigen Präsenz von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft spricht: “[…] und lange ehe diese Orte so verödet lagen, daß sie antiker als Thermen sind, trug dieser Winkel des Zoologischen Gartens die Züge des Kommenden. Es war ein prophetischer Winkel. Denn wie es Pflanzen gibt, von denen man erzählt, daß sie die Kraft besitzen, in die Zukunft sehen zu lassen, so gibt es Orte, die die gleiche Gabe haben. Verlassene sind es meist, auch Wipfel, die gegen Mauern stehn, Sackgassen oder Vorgärten, wo kein Mensch sich jemals aufhält. An solchen Orten scheint es, als sei alles, was eigentlich uns bevorsteht, ein Vergangenes.” [Der Fischotter, Berliner Kindheit , GS , VII.1, 407] – Aber am prägnantesten formuliert vielleicht ein Satz aus der Einbahnstraße (1928), was den Impetus der Benja-minschen Erinnerung bestimmt. “Wie ultraviolette Strahlen zeigt Erinnerung im Buch des Lebens jedem eine Schrift, die unsichtbar, als Prophetie, den Text glossierte.” [ Einbahnstraße , GS , VI.1, 142] – Auf die scheinbare Paradoxie des Benjaminschen Konzepts von Vergangenheit hat schon Szondi hingewiesen: “Benjamins Zeitform ist nicht das Perfekt, sondern das Futurum der Vergangenheit in seiner ganzen Paradoxie: Zukunft und doch Vergangenheit zu sein.” [Szondi, 1978a, 286]

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Der Strumpf, BerlinerKindheit , GS , VII.1, 416—417. Nicht von ungefähr findet Benjamin für das aufschlussreiche Strumpf-Exempel in verschiedenen Texten Verwendung, so in seinem Essay “Zum Bilde Prousts” [ GS , II.1, 310—324] und in den verschiedenen Fassungen der Berliner Kindheit . In der Adorno-Rexroth-Fassung verknüpft das Textstück “Schränke” [ GS , IV.1, 283—287] eine ausführlichere Strumpf-Sequenz mit der Bücherschrank-Sequenz, die in der Pariser Fassung letzter Hand nicht mehr enthalten ist. Stattdessen nimmt hier die Strumpf-Sequenz das gesamte Kapitel “Der Strumpf” ein. – Zu einem textkritischen Vergleich der Varianten des Textes vgl. die Anmerkungen zur Berliner Kindheit ( Fassung letzter Hand ), GS , VII.2, 697—699.

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Der Moskau-Aufenthalt Benjamins dauert vom 6. Dezember 1926 bis zum 1. Februar 1927. Zu den Umständen der Reise vgl. das “Vorwort” von Gershom Scholem sowie die “Anmerkungen” von Gary Smith zum Moskauer Tagebuch [Benjamin 1980, 9–15, 177—206], vgl. außerdem die Anmerkungen zu den Denkbildern , GS , IV.2, 987—990 sowie Braese [Braese 1995]. Schlögel [Schlögel 1998] hat “Die Spur Walter Benjamins” in Moskau aufgenommen und in dem gleichnamigen Kapitel seines Buches Moskau lesen. Die Stadt als Buch die Topographie des Moskauer Tagebuches lesbar gemacht. – Während des Moskau-Aufenthaltes verfasst Benjamin ein Tagebuch, dessen Eintragungen vom 9. Dezember 1926 bis zum 1. Februar 1927 datieren. – Aus den Tagebucheintragungen entstehen mehrere Publikationen; die wichtigste ist der Essay “Moskau”, der in der Kreatur , Band 1 (1927), Heft 1, 71–102 erscheint. – Ich zitiere den Essay unter Angabe der Kapitelnummer nach den Gesammelten Schriften , wo er als eines der Denkbilder publiziert ist [“Moskau”, Denkbilder , GS , IV.1, 316—348].

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Benjamin, der neben dem gemeinsam mit Franz Hessel verfassten Text über die Pariser “Passagen” auch das Pariser Städtebild “Paris, die Stadt im Spiegel. Liebeserklärungen der Dichter und Künstler an die ‚Hauptstadt‘ der Welt” (1929) [ Denkbilder , GS , IV.1, 356—359] gezeichnet hat, der darüber hinaus die Städtebilder “Neapel” (1925) (gemeinsam mit Asja Lacis) [ Denkbilder , GS , IV.1, 307—316], “San Gimignano” (1929) [ Denkbilder , GS , IV.1, 364—366], “Marseille” (1929) [ Denkbilder , GS , IV.1, 359—364] und Bergen (1930) [“Nordische See”, Denkbilder , GS , IV.1, 383—387] von seinen Reisen mitgebracht hat, dem viel gereisten Benjamin muss Moskau wie eine alles andere als europäische Stadt erschienen sein. In diesem Sinne versteht sich seine metaphorische Bezeichnung des Moskauer Umgangs mit der Zeit: “Im Zeitgebrauche wird daher der Russe am allerlängsten ‚asiatisch‘ bleiben.” [“Moskau”, 8, GS , IV.1, 329]

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Seine in der synchronen Bewegung mit der Stadt liegende Erkenntnisweise hat Benjamin in einem Brief an Hugo von Hofmannsthal vom 5. Juni 1927 kommentiert: “[Mein] Versuch einer Beschreibung dieses Aufenthaltes […] ist […] noch nicht erschienen. Dort habe ich es unternommen, diejenigen konkreten Lebenserscheinungen, die mich am tiefsten betroffen haben, so wie sie sind und ohne theoretische Exkurse, wenn auch nicht ohne innere Stellungnahme, aufzuzeigen. Natürlich ließ die Unkenntnis der Sprache mich über eine gewisse schmale Schicht nicht hinausdringen. Ich habe aber, mehr noch als an das Optische mich an die rhythmische Erfahrung fixiert, an die Zeit, in der die Menschen dort leben und in der ein ursprünglicher russischer Duktus mit dem neuen der Revolution sich zu einem Ganzen durchdringt, das ich westeuropäischen Maßen noch weit inkommensurabler fand als ich erwartet hatte.” [zitiert nach den Anmerkungen zu den Denkbildern , GS , IV.2, 989]

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