Генрих Бёлль - Немецкий язык с Генрихом Бёллем. Хлеб ранних лет

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  • Название:
    Немецкий язык с Генрихом Бёллем. Хлеб ранних лет
  • Автор:
  • Жанр:
  • Издательство:
    Восток-Запад, АСТ
  • Год:
    2006
  • Город:
    Москва
  • ISBN:
    5-17-037287-6, 5-478-00298-4
  • Рейтинг:
    4.5/5. Голосов: 81
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Генрих Бёлль - Немецкий язык с Генрихом Бёллем. Хлеб ранних лет краткое содержание

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В книге предлагается произведение Г.Белля "Хлеб ранних лет", адаптированное (без упрощения текста оригинала) по методу Ильи Франка. Уникальность метода заключается в том, что запоминание слов и выражений происходит за счет их повторяемости, без заучивания и необходимости использовать словарь.

Пособие способствует эффективному освоению языка, может служить дополнением к учебникам по грамматике или к основным занятиям. Предназначено для студентов, для изучающих немецкий язык самостоятельно, а также для всех интересующихся немецкой культурой.


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5 „Auch wir", sagte Ulla leise, „auch wir bezahlen Zinsen (мы тоже платим проценты) — Zinsen", sagte sie noch leiser, „die du nicht kennst (о которых ты не знаешь)."

6 „Ja", sagte ich, „ihr zahlt sie (вы платите их /проценты/), und ihr wisst nicht einmal genau (и вы даже точно не знаете), wie hoch der Prozentsatz ist (как высока /эта/ процентная ставка; dasProzént, derSatz ) — aber ich, ich nahm die Bücher wahllos (я брал книги без разбора; dieWahl— выбор ), wählte sie nur nach der Dicke aus (выбирал их только по толщине; auswählen ); mein Vater hatte so viele (у отца было так много /книг/), dass ich glaubte (что я думал), es würde nicht auffallen (что это не бросится в глаза) — erst später wusste ich (только позднее я узнал), dass er jedes einzelne genau kennt (что он точно знает каждую отдельную /книгу/) wie ein Hirt seine Herde (как пастух своё стадо) — und eins dieser Bücher war winzig und schäbig (а одна эта = такая книга была крошечной и потёртой = потрёпанной), häßlich war es (была уродливой = некрасивой) — ich gab es um den Preis einer Schachtel Zündhölzer ab (я отдал её по цене спичечного коробка) — aber später erfuhr ich (но позднее я узнал; erfahren ), dass es so viel wert war (что она была такой ценной = стоила столько) wie ein ganzer Waggon Brot (как целый вагон хлеба). Später bat mein Vater mich (позднее отец попросил меня; bitten-bat-gebeten ), und er errötete (и он краснел), als er es mir sagte (когда говорил мне это), ich solle ihm den Verkauf der Bücher überlassen (/я должен/ предоставить ему продажу книг) — und er verkaufte sie selbst (и он продавал их сам), schickte mir das Geld (посылал мне деньги), und ich kaufte mir Brot (а я покупал себе хлеб)..."

7 Sie zuckte zusammen (она вздрогнула), als ich „Brot" sagte, und jetzt tat sie mir Leid (и теперь мне было её жаль). „Schlag mich (ударь меня), wenn du willst", sagte sie, „schütte mir den Tee ins Gesicht (вылей мне чай в лицо) — rede, rede weiter (продолжай говорить), du, der du gar nicht reden wolltest (ты, который совсем не хотел говорить) — aber bitte sprich das Wort ,Brot' nicht mehr aus (но, пожалуйста, не произноси больше слово «хлеб»; aussprechen ): schenk es mir (подари это мне), es hören zu müssen (быть вынужденной это слышать) = (избавь меня от того, чтобы это слышать)... bitte", sagte sie, und ich sagte leise: „Entschuldige (извини) — ich werde es nicht mehr sagen (я не буду больше это говорить)." Ich sah sie wieder an (я посмотрел на неё) und erschrak (пришёл в ужас; erschrecken ): die Ulla (эта Улла), die dort saß (которая сидела там; sitzen-saß-gesessen ), veränderte sich unter meinen Worten (изменилась под моими словами = под воздействием моих слов), unter meinen Blicken (под моими взглядами), unter der Wirkung des kleinen Zeigers (под воздействием маленькой стрелки), der unter der Speisekarte weiterbohrte (которая продолжала сверлить под /карточкой/ меню): sie war nicht mehr die (она больше не была той), für die meine Worte bestimmt gewesen waren (для которой были предназначены мои слова). Ich hatte geglaubt (я полагал), sie würde viel reden (/что/ она будет много говорить) und auf eine gleichgültige Weise Recht haben (и по-своему: «безразличным образом = это уже не будет иметь к нашей ситуации никакого отношения» будет права) — aber nun hatte ich viel geredet (но теперь много говорил я) und ich war es (и я был тем), der auf eine gleichgültige Weise Recht hatte (который был по-своему прав).

8 Sie sah mich an (она посмотрела на меня), und ich wusste (и я осознал), dass sie später (что позднее она), wenn sie zu Hause (когда она дома) an der dunklen Werkstatt vorbei (мимо тёмной мастерской) ins Haus ihres Vaters (/пойдёт/ в дом своего отца), wenn sie zwischen Büschen durch über den Kiesweg unter dem Holunderbusch hergehen würde (когда она пойдёт между кустами по усыпанной гравием дорожке с кустами бузины; derKies— гравий; derHolunder— бузина, derBusch— куст ): dass sie tun würde (что она сделает), was ich am wenigsten von ihr erwartet hätte (/то,/ что я бы меньше всего от неё ожидал): dass sie weinen würde (что она будет плакать), und eine weinende Ulla war eine (а плачущая Улла была той), die ich nicht kannte (которой я не знал).

9 Ich hatte geglaubt (я полагал), sie würde triumphieren (она будет торжествовать), aber nun triumphierte ich (но теперь торжествовал я), und ich spürte den sauren Geschmack des Triumphes auf meiner Zunge (и я ощущал кислый вкус триумфа на своём языке; sauer— кислый ).

1 „Studiere die Lohnlisten noch einmal durch", sagte ich, „Listen, die du geführt hast, lies die Namen noch einmal — laut und andächtig, wie man eine Litanei liest —, rufe sie aus und sage hinter jedem Namen: Verzeih uns — dann addiere die Namen, multipliziere die Zahl der Namen mittausend Broten — dieses Ergebnis wieder mit tausend: dann hast du die Anzahl der Flüche, die auf dem Bankkonto deines Vaters ruhen. Die Rechnungseinheit ist das Brot, das Brot dieser frühen Jahre, die in meiner Erinnerung wie unter einem tiefen Nebel liegen: die Suppe, die uns verabreicht wurde, kullerte flau in unserem Magen, heiß und sauer stieß sie uns auf, wenn wir abends in der Straßenbahn nach Hause schaukelten: es war das Rülpsen der Machtlosigkeit, und der einzige Spaß, den wir hatten, war der Hass — Hass", sagte ich leise —, „der längst aus mir herausgeflogen ist wie ein Rülpser, der hart im Magen gedrückt hat. Ach, Ulla", sagte ich leise, und ich blickte sie zum ersten Male richtig an, „willst du mir wirklich einreden, mich glauben machen, dass es mit der Suppe und dem kleinen Lohnaufschlage getan war ... willst du das? Denke nur an die großen Rollen Ölpapier!"

2 Sie rührte in ihrem Kaffee, blickte mich wieder an, hielt mir ihre Zigaretten hin; ich nahm eine, gab ihr Feuer, zündete meine an.

3 „Es ist mir sogar gleichgültig, dass ihr von meinem sagenhaften Diebstahl diesen Leuten erzählt habt — aber willst du mich im Ernst glauben machen, dass wir nicht alle, alle, die wir in eurer Lohnliste standen, hin und wieder ein paar Extrabrote hätten haben dürfen?" —

4 Sie schwieg immer noch, blickte an mir vorbei, und ich sagte: „Ich klaute damals, wenn ich zu Hause war, meinem Vater Bücher, um mir Brot zu kaufen, Bücher, die er liebte, die er gesammelt, für die er als Student gehungert hatte — Bücher, für die er den Preis von zwanzig Broten bezahlt hatte, verkaufte ich um den Preis eines halben: das ist der Zinssatz, den wir bekommen: minus zweihundert bis minus unendlich."

5 „Auch wir", sagte Ulla leise, „auch wir bezahlen Zinsen — Zinsen", sagte sie noch leiser, „die du nicht kennst."

6 „Ja", sagte ich, „ihr zahlt sie, und ihr wisst nicht einmal genau, wie hoch der Prozentsatz ist — aber ich, ich nahm die Bücher wahllos, wählte sie nur nach der Dicke aus; mein Vater hatte so viele, dass ich glaubte, es würde nicht auffallen — erst später wusste ich, dass er jedes einzelne genau kennt wie ein Hirt seine Herde — und eins dieser Bücher war winzig und schäbig, häßlich war es — ich gab es um den Preis einer Schachtel Zündhölzer ab — aber später erfuhr ich, dass es so viel wert war wie ein ganzer Waggon Brot. Später bat mein Vater mich, und er errötete, als er es mir sagte, ich solle ihm den Verkauf der Bücher überlassen — und er verkaufte sie selbst, schickte mir das Geld, und ich kaufte mir Brot ..."

7 Sie zuckte zusammen, als ich „Brot" sagte, und jetzt tat sie mir Leid. „Schlag mich, wenn du willst", sagte sie, „schütte mir den Tee ins Gesicht — rede, rede weiter, du, der du gar nicht reden wolltest — aber bitte sprich das Wort ,Brot' nicht mehr aus: schenk es mir, es hören zu müssen ... bitte", sagte sie, und ich sagte leise: „Entschuldige — ich werde es nicht mehr sagen." Ich sah sie wieder an und erschrak: die Ulla, die dort saß, veränderte sich unter meinen Worten, unter meinen Blicken, unter der Wirkung des kleinen Zeigers, der unter der Speisekarte weiterbohrte: sie war nicht mehr die, für die meine Worte bestimmt gewesen waren. Ich hatte geglaubt, sie würde viel reden und auf eine gleichgültige Weise Recht haben — aber nun hatte ich viel geredet und ich war es, der auf eine gleichgültige Weise Recht hatte.

8 Sie sah mich an, und ich wusste, dass sie später, wenn sie zu Hause an der dunklen Werkstatt vorbei ins Hausihres Vaters, wenn sie zwischen Büschen durch über den Kiesweg unter dem Holunderbusch hergehen würde: dass sie tun würde, was ich am wenigsten von ihr erwartet hätte: dass sie weinen würde, und eine weinende Ulla war eine, die ich nicht kannte.

9 Ich hatte geglaubt, sie würde triumphieren, aber nun triumphierte ich, und ich spürte den sauren Geschmack des Triumphes auf meiner Zunge.

1 Sie hatte den Kaffee nicht angerührt (она не притронулась к кофе; anrühren ), spielte mit dem Löffel, und ich erschrak über ihre Stimme (и я испугался её голоса), als sie sagte: „Ich würde dir gerne einen Blankoscheck geben (я бы охотно дала тебе незаполненный чек), damit du dir die Flüche von unserem Konto abheben kannst (чтобы ты мог снять себе проклятья с нашего счёта). Es ist schön zu wissen (прекрасно знать), dass du alle die Jahre über diese Dinge gedacht (что ты все /эти/ годы думал об этих вещах; denken ), die Flüche gezählt hast (считал проклятья), ohne es mir zu sagen (не говоря мне этого)."

2 „Ich habe es nicht all die Jahre über gedacht (я об этом думал не все /эти/ годы)", sagte ich, „es ist anders (это — другое): heute, vielleicht hier erst (возможно, здесь только), fielen sie mir ein (пришли они /проклятья/ мне на ум; einfallen ): du schüttest roten Farbstoff in eine Quelle (ты подливаешь красный краситель в источник; die Farbe — краска, der Stoff — вещество ), um herauszufinden (чтобы увидеть; herausfinden — обнаружить ), wie weit ihr Aderwerk reicht (как далеко распространяется вода: «простираются работа его /источника/ кровеносные сосуды»), aber es kann Jahre dauern (но это может длиться годы = могут пройти годы), ehe du irgendwo (прежде, чем ты где-нибудь), wo du es nicht vermutet hast (где ты это /и/ не предполагал), das rotgefärbte Wasser findest (обнаруживаешь воду, подкрашенную красным; färben — красить ). Heute bluten die Bäche (сегодня кровоточат ручьи; der Bach ), erst heute weiß ich (только сегодня я осознаю), wo meine rote Farbe geblieben ist (где осталась моя красная краска; bleiben )."

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